Essen & Trinken

Die gute Nachricht vorweg: verhungern wird man in den USA nicht. Fast an jeder Ecke findet man etwas zu Essen.

Die günstigste Möglichkeit dem sind (natürlich) die Fast Food-Restaurants. McDonald's, Subway, Burgerking & Co kennt inzwischen (fast) jeder. Es gibt aber noch andere Ketten wie Dennys, Wendy's, Jack in the Box, Wienerschnitzel, Arby's, Taco Bell, Schlotzky’s und viele, viele mehr,…


Frühstück gibt es normalerweise nicht im Hotel, außer vielleicht ein 'Continental Breakfast', meist bestehend aus (schlechtem) Kaffee, Bagels (entweder mit Ahornsirup (bäh) oder Philadelphia) und Muffins. Frische Brötchen, wie wir sie kennen, gibt es nicht und amerikanisches Brot hat eine konsistenz wie vollelastischer Schaumgummi (sorry!). Aber trotzdem ist es ganz praktisch vor allem auf Rundreisen, darauf zu achten ein Hotel/Motel mit Continental Breakfast auszuwählen. Alternativ dazu gibt es noch Frühstücksrestaurants wie Shooneys oder Denny's. Hier ein paar Frühstücks-Vokabeln: Rührei (scrambled), Spiegelei (sunny side up) von beiden Seiten gebraten (overeasy). Bratkartoffeln (fried potatoes), Röstis (hashbrowns), Würstchen (sausages), gebratener Speck (bacon), gekochter Schinken (ham). Und wer es süß mag: French Toast ("Armer Ritter"), Waffeln (waffles), Pfannuchen (pancakes), mit maple syrup (Ahornsirup) oder Zimtrollen (cinamon rolls).

Mittagessen:  Ein „richtiges“ Mittagessen ist untypisch und gibt es in den USA eigentlich nicht. Eine schnelle Mahlzeit zwischendurch und wird meist in einem Fast Food oder Family Restaurant eingenommen.

Abendessen ist die Hauptmahlzeit der Amerikaner und wird meist in einem Restaurant eingenommen. Mit einem Steak liegen man hier nie falsch (Vorausgesetzt sie sind kein Vegetarier).

Esskultur: Der „Amerikaner“ benutzt das Messer nicht wie der Mitteleuropäer, um damit zu speisen. Er zerkleinert das Fleisch und isst allein mit der Gabel. Aufmerksamen Kinogängern ist dies bekannt. Angeblich ist dies ein Relikt aus der Pionierzeit („die rechte Hand ist stets am Colt“), tatsächlich aber ist dies wohl ein Akt der Bequemlichkeit. Wer in den USA mit Messer und Gabel isst, ist folglich Europäer ;-)

Trinkgelder

In der Regel ist das Trinkgeld in den Preisen im Restaurant nicht eingeschlossen. Ausnahmen gibt es in Gebieten mit vielen europäischen Touristen, z.B. in Florida. Dort auf den Hinweis: "Tip is included” achten! Es wird erwartet, dass man dem Kellner ein Trinkgeld 15 - 20 % des Netto-Preises überlässt. Das Bedienpersonal ist darauf angewiesen, da die Löhne niedrig und die Trinkgelder die Haupteinkünfte sind.

In Fastfood-Restaurants gibt man kein Trinkgeld, bringt die Kellnerin die Getränke, gibt man 5-10 % Trinkgeld. Im Hotel bekommt der Gepäckträger ca. 1$ pro Gepäckstück. Dem Zimmermädchen legt man ca. 1$ pro Nacht auf das Kopfkissen.

Woher kommt der Begriff TIP / Ein bisschen Wissenswertes:
In früheren Zeiten, als die Bars noch überlaufen und der Umgangston dort rauer war, stand auf dem Tresen ein großes Glas, in das die Kunden Geld eingeworfen haben, um bevorzugt bzw. schneller an das ersehnte Getränk zu gelangen. Der Barkeeper gab dem Gast schneller ein Bier, wenn der Gast sein Geld in das Glas geworfen hatte. Bei dem gedrängel am Tresen ein üblicher Vorgang. Auf dem Glas prangte ein Schild, auf dem ganz einfach stand: " To Improve promptness", was später dann in TIP abgekürzt wurde.

Alkohol

Der Genuß von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten. Zur Öffentlichkeit zählen Straßen, Parks, öffentliche Gebäude und Verkehrsmittel sowie grundsätzlich Sportveranstaltungen. In manchen Gegenden zählen auch Vorgärten, Motelparkplätze und Campingplätze zur Öffentlichkeit.
Der Transport von Alkohol in der Öffentlichkeit hat so zu erfolgen, daß die alkoholischen Produkte öffentlich nicht sichtbar sind, also in der Regel in braunen Tüten.

Es ist verboten, Alkoholika offen sichtbar im Auto liegen zu lassen. In einigen Gegenden ist es untersagt, Offene Alkohol-Flaschen geöffnet im Auto, (auch nicht im Kofferraum), zu transportieren.

Der Verkauf von Alkohol erfolgt in speziellen Geschäften, den Liqueur Shops. In manchen Gebieten kann Alkohol auch in Supermärkten erworben werden; dann meist in abgetrennten Räumlichkeiten.

In den meisten Staaten sind Weingüter berechtigt, Weinflaschen zu verkaufen. Brauereien dagegen sind oft nur berechtigt, Bier direkt zum Verzehr abzugeben; nicht aber in Flaschen zu verkaufen.

Restaurants, die Alkoholika ausschenken wollen, benötigen eine Lizenz. System-Restaurants sind im Allgemeinen nicht lizensiert.

Auffallendes Verhalten in der Öffentlichkeit unter dem Einfluß von Alkohol ist strafbar. In nahezu allen Staaten besteht eine Promillegrenze.

Übrigens: Die Jack Daniels Destillery befindet sich ebenfalls in einem "Dry-Country" Gebiet. Das heißt, das in Lynchburg Jack Daniels verboten ist,....

...und: Anfangs fühlte ich mich noch geschmeichelt, als man uns im Restaurant nach unserem Ausweis  fragte, wenn wir uns ein Bier bestellten. Relativ schnell wurde mir aber klar, dass man mich auch mit weißen Haaren, Gehhilfe und tiefen Furchen im Gesicht nach der „photo-ID“ gefragt werden würde. Man sollte also Führerschein oder Personalausweis immer dabei haben,…. ;-)

Besondere Empfehlungen

Dieses riesige Restaurant gleicht einem Saloon. Ganz Hungrige, die innerhalb von 1 Stunde ein 2 kg(!) Steak verspeisen, zahlt nichts.....

Hier gibt es eine ganz nette Übersicht incl. Bewertung von den Las Vegas Buffets ...

Zurück zu den Fifitys in den Loris Diners in San Francisco.

Hier ist der "Tatort" des vorgetäuschten Orgasmus aus dem Film "Harry & Sally".

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Im Restaurant


Im Restaurant gibt es keine Platzwahl. In den USA wird man in allen besseren Speiselokalen „platziert“, also zum Platz geleitet. Am Eingang weist das Schild „Wait to be seated“ unmissverständlich darauf hin !

Es gibt in amerikanischen Restaurants ein fein abgestuftes Kellnersystem: Den Platzanweisungskellner, den Hauptkellner, der sich in der Regel gleich am Anfang mit seinem Vornamen vorstellt. (Hello my name is … and I’m your server tonight), den Leitungswassereingießer, den Weinkellner und den Abräumkellner (meist aus Latainamerika). Jeder dieser Kellner ist ausnahmslos für das zuständig, was er tut. Wenn man den Abräumkellner etwa um einen Kaffee bittet, kann man froh sein, wenn er die Frage versteht und weiterleitet an den Hauptkellner, der dann allerdings in jedem Fall anscheinend ahnungslos an den Tisch kommt und fragt ob es noch etwas sein darf.... :-)

Bei Bestellungen am Tisch ist meist folgender Fragenkatalog zu beantworten:

  • Soup or salad? Suppe oder Salat? Inzwischen muss man bei einigen Restaurants dafür extra bezahlen, in der Regel gehört es zum Essen
     
  • Which dressing? (Welches Dressing zum Salat? z.B. french, thousand island, blue cheese,...).
     
  • Which sides? (Welche Beilagen? Meist gehören 2 Beilagen von einer Liste auf der Speisekarte zum Essen, z.B. Kartoffelarten wie mashed potato = Kartoffelbrei, baked potato (with sour cream or butter?), french fries = Pommes Frites und Gemüse wie Bohnen, Mais, Cole Slaw etc.)

Ob in guten Restaurants oder einfachen Kaschemmen: Sie erhalten zum Essen stets kostenloses Eiswasser, das bedenkenlos getrunken werden kann. Die Eiswasserkaraffe, mit der Sie ihre Gläser füllen, wird regelmäßig nachgefüllt. Sparsame können so auf ein kostenpflichtiges Getränk verzichten.

Nach dem Essen im Restaurant bleibt man nicht länger sitzen, um sich noch zu unterhalten und weiteres Getränke zu konsumieren. Die Bedienung wird wesentlich über das Trinkgeld bezahlt und braucht weiteren Umsatz! Wer sich weiter unterhalten möchte, wechselt zur Bar.

TIPP: Viele Restaurants bieten abends ein sogenanntes "early bird special" an. Wer bereit ist, zwischen 17 und 18 Uhr zu speisen, wird mit speziellen Sonderangeboten geködert.


Steaks


Steaks sind das Leibgericht vieler Amerikaner. Es gibt sie in verschiedenen Sorten, Größen, Gewichten und Garstufen (rare, medium-rare, medium, medium-well oder well-done). Sie sind meist zart und saftig, da sie länger abgehangen sind und von feinen Fettfasern durchzogen sind, die sich beim Braten auflösen. Die Amerikaner verwenden im Gegensatz zu den Europäern den gesamten Rinderrücken für Steaks. Es gibt folgende Sorten:

  • Striploin (Rumpsteak, Roastbeef aus der kurzen Lende)
  • Rib Eye (Entrecote, magerer Kern der Hochrippe mit Fett"auge")
  • Prime Rib (magerer Kern der Hochrippe von möglichst jungen Tieren, entspricht der ersten Rippe ("prime"), ca. 2 bis 3 cm dicke und etwa 200 gr schwer. Das Primerib ist KEIN gegrilltes Steak (.. .wir sind schon 2x darauf reingefallen)
  • Tenderloin (Filet aus der kurzen Lende)
  • T-Bone (gut gemasertes Steak mit Knochen, kurze Lende)
  • Porterhouse (Steak mit Knochen aus der großen Lende)
  • Sirloin (margeres Fleisch aus der Hüfte, Rumpsteak)