New Orleans
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Pünktlich um 16 Uhr kommen wir in 'The Big Easy' - der Spitzname von New Orleans - an. Unser Gastgeber des Royal Street Coutyard Bed & Breakfast hat uns vor ein paar Tagen gebeten wenn möglich um diese Zeit bereits einzuchecken, weil er zur „Naked Bike Race’ gehen möchte.

Phil wartet schon auf uns, und nimmt sich Zeit uns noch kurz das wichtigste über new Orleans zu sagen. Er gibt uns eine von ihm mit Notizen versehene Karte, des French Quaters mit, die sich als sehr nützlich erwies... Das Courtyard B&B ist perfekt um New Oreans zu erkunden. Man kann direkt kostenlos vor dem Haus parken – zum French Quater sind es 10 Minuten zu Fuß. Als er mir von der „Naked Bike Race“ schrieb, war ich natürlich neugierig was das sein soll.... Nackte Harley Fahrer womöglich?!

Doch Phil klärte mich auf, dass das so eine Art Demo von leichtbekleideten Fahrradfahrern wäre, die so auf die Verletzlichkeit bzw „Nacktheit“ im Straßenverkehr hinweisen möchte. Aber „keine Sorge“ meine Phil, die sind nicht ganz nackt. Die haben knappe Höschen, einen Bikini oder wenigstens eine Socke an um wichtiges zu verdecken. Schließlich sei das ja America! Tja, Phil – da hast Du Dich aber getäuscht! Als Stefan und ich zu Fuß auf den Weg zum French Quater waren sperrte die Polizei unmittelbar vor uns die Straße für die Fahrrad-Demo. Uns sie waren nackt. Splitternackt. Ihr wollt das sehen? Schaut mal hier, hier, oder hier. Nach 5 Minuten war das ganze auch schon an uns vorbei uns wir machten uns weiter auf den Weg... Es gibt davon yuch einen Youtube Film (... bei ca. 4:04 Minuten sieht man Stefan und mich rechts am Straßenrand stehen und fotografieren ;-))

Nur wenige Schritte weiter, dort wo die Frenchmen und Decatur Street aufeinandertreffen, tanzten die Menschen auf der Straße. Von Phil wissen wir, dass an diesem Wochenende 3 Festivals in New Orleans sind.... Die ganze Stadt ist eine riesige Party...

Wir haben Hunger. Beste Gelegenheit die erste Empfehlung auf unserem „gepimpten“ Stadtplan abzuhaken. Das beste Cajun Chicken soll es bei „Coops Place“ geben. Ja – es sieht so aus, als ob das auch andere wissen. Die Schlange vor dem Restaurant mit wartenden, hungrigen Menschen ist lang. Wir reihen uns ein und kommen mit anderen Wartenden ins Gespräch – die Zeit vergeht so eigentlich ganz schnell und wir bekommen einen Platz. Das Hühnchen ist fantastisch – ich habe noch nie so saftiges und geschmackvolles Hühnerfleisch gegessen.... Yummie!

Wir gehen entlang der Decatur Street bis zum St. Louis Cathedrale am Jackson Square. Hier am Jackson Square ist die Abfahrt von unzähligen Pferde-Kutschen. Am Vorbeilaufen sehen wir, dass 30 Minuten Fahrt $75 kosten. In den Kutschen haben 4-8 Personen Platz..... ich rechne kurz nach und überlege mir ob ich mir Pferd und Kutsche kaufe und hier bleibe um reich zu werden,..... ich habe den Gedanken bis heute – gut ½ Jahr nach unserem Urlaub noch nicht gänzlich verworfen ;-))

Die St Louis Cathedral ist die älteste Kathedrale in den Vereinigten Staaten. Sie wurde in den Jahren 1849-51 gebaut und am heiligen Abend des Jahres 1794 eingeweiht. 1964 weihte Papst Paul VI die Kathedrale zur Basilika. "Basilika" ist ein Ehrentitel der katholischen Kirche. Besonders ehrwürdige, bedeutungsvolle Kirchen werden mit diesem Titel auszeichnen. Der Titel wird ausschließlich vom Papst verliehen.

Wir laufen weiter bis zur Canal Street. Hier sind wir am westlichen Ende des French Quaters. Wir laufen 3 Blocks nach Norden und biegen dort auf die Bourbon Street ein. Hier ist Party angesagt.... Die Bourbon Street ist die Amüsiermeile der Stadt. Hier wird jede Menge Live-Musik geboten und in den unzähligen Lokalen, Jazz-Clubs und Bars, Tabledance Bars, Peepshows sowie auf der gesamten Straße wird völlig ausgelassen und hemmungslos bis in den Morgen gefeiert.

Es ist im French Quater übrigens üblich mit seinem Getränk weiterzuziehen. Man darf es ohne Ärger zu bekommen auf der Straße- oder auch in der nächsten Kneipe trinken (probiert sie das mal in einer deutschen Kneipe :-) - allerdings nur dann wenn man es in einem Plastikbecher transportiert. Man wird an den Bars gefragt ob man eine Bier (oder was auch immer) „to go“ möchte....

Wir biegen in die St. Anne Street ab und kommen so wieder vorbei an der St. Louis Cathedrale, wo inzwischen unzählige Künstler, Wahrsager und Musiker ihre Künste und Dienstleistungen anbieten. Nicht weit davon ist das berühmte Cafe Du Monde.

Berühmt für seine Beignets ist dieses Café ein absolutes Muss für New Orleans-Reisende. Die Speise-/und Getränkekarte ist klein. Es gibt Kaffee mit- und ohne Milch, Softdrinks und Beignets. Mehr nicht. Aber diese Beignets sind sehr, sehr lecker. Ich darf hier schon einmal verraten, dass dies nicht unser letzter Besuch hier war. Wir haben das Cafe Du Monde täglich (...gerne auch zwei Mal!) besucht. Das Ambiente des riesigen Cafés könnte man mit „solider Fließbandarbeit“ beschreiben. Es gibt lange Warteschlangen- freie Tische sind begehrt. Trotz einer gewissen „Massenabfertigung“ sind die Kellner freundlich und schnell....

Wir bestellen Cafe Au Lait und Beignets. Über mangelnden Puderzucker auf den Beignets können wir nicht klagen, der ist dann nach Verzehr der leckeren Hefeteigtaschen dann auch überall: Im Gesicht, auf den Klamotten, Tisch, Boden... Das Cafe hat 24/7 geöffnet. Find ich super! Satt, müde und mit inzwischen schmerzenden Füßen machen wir uns auf den Weg zu unserem B&B ... morgen geht’s weiter!

Am nächsten Morgen müssen wir feststellen, dass es leider noch immer regnerisch ist... „So what“ ... wir gehen uns nach dem Frühstück im B&B noch eben kurz zum Frühstück ins Cafe De Monde um dort noch einmal zu frühstücken..... warum auch nicht?!

Anschließend machen wir uns auf den gleichen Weg wie schon gestern – nur eben bei Tag. In der Bourbon Street angelangt – es ist inzwischen 10 Uhr – werden hier schon wieder die Kneipen geöffnet. Wir laufen durch die Royal Street, der Hauptstraße des French Quarter. Hier sind die Gebäude mit den schmiedeeisernen Balkonen besonders schön.

Einen kurzen Zwischenstopp machen wir in Molly's Bar. Hier ist es gemütlich, klimatisiert und es gibt Free WiFi - perfekt um den Füßen eine Pause zu gönnen.

An der Dumaine Street angelangt besuchen wir hier das „Voodoo-Museum“. Voodoo ist eine Religion die Einflüsse aus aus vielfältigen afrikanischen, islamischen, katholischen und auch indianischen hat, die sich aus Herkunft und Geschichte der Sklaven ergab: Aus ihren afrikanischen Dorfgemeinschaften gerissen und zur Arbeit gezwungen, versuchten einige der Sklaven ihre spirituelle Tradition fortzuführen.

Der bekannteste Brauch ist wohl das Herstellen von Voodoo-Puppen. Durch das Stechen in die Puppe oder sogar Durchbohren mit einer Nadel sollen dem Betroffenen Schmerzen zugefügt werden. Tatsächlich werden Voodoo-Puppen von Priestern in New Orleans zum Heilen von Kranken benutzt.

Man erfährt hier auch viel über die unangefochtene „Voodoo-Queen“ Marie Leveau. Als Tochter eines weißen Farmers und einer farbigen Sklavin arbeitete sie zunächst als Friseurin, die ihre Kundinnen (meist vornehme weiße Damen) in ihren Häusern besuchte und von diesen und deren Dienstboten eine Vielzahl von Informationen erhielt.

Dieses Wissen setzte sie später gezielt bei Ihren Sitzungen ein. So lud sie bei ihren zeremoniell veranstalteten Voodoo-Shows gut situierte Leute und zahlende Gäste ein. Sie war nicht nur die erfolgreichste Voodoo-Pristerin, sondern bereits zu Lebzeiten eine Legende, Heilige und Hexe - vor allem aber gewitzte Geschäftsfrau und erstes großes Showtalent des Voodoo. Sie galt im 19. Jahrhundert als eine der einflussreichsten Personen in der historischen und legendären Stadt New Orleans.

Das Grab der Mitte Juni 1881 verstorbenen Marie Laveau befindet sich im Saint Louis Friedhof Nr. 1, ist heute eine Touristenattraktion und wird aber auch nach wie vor zahlreich von Voodoo-Anhängern besucht. Marie Laveaus Grab auf dem ältesten Friedhof von New Orleans wird bis zum heutigen Tag mit 'gris-gris', einer Art Zauber in Form von X'en gekennzeichnet. Und das geht so: Man malt mit Kreide oder Steinen XXX an das Grab, reibt dann den Fuß dreimal auf dem Boden, um danach Sie 3x an das Grab zum klopfen (um die Toten zu wecken) – dann kann man sich etwas wünschen..... Naja – vielleicht funktioniert es ja!

Zurück zum Voodoo Museum: Es ist ein sehr kleines „Museum“. Eigentlich eher eine Ansammlung von "Dingen", ausgestellt in zwei winzigen Räumen, dem Gris-Gris Room und dem Altar Room, sowie einem engen Gang, die mit Voodoo-Accessoires und Informationen überfüllt sind. Gerade diese Überflutung von Eindrücken macht die spezielle Atmosphäre in diesem Museum aus. Im dazugehörenden Museumsshop, werden sämtliche Voodoo-Klischees bedient.

Vom Voodoo Museum geht’s zum French Market. Der Markt existiert seit 1791 in der North Peters Street. Es ist der älteste öffentliche Markt Amerikas. Heute bietet der French Market den perfekten Mix aus Einkaufsmöglichkeiten, leckerem Essen, Souveniers und Musik.Ein berühmter Abschnitt ist der Farmer's Market. Dort bekommt man 24 Stunden frische Produkte, unter anderem Fleisch, Meeresfrüchte und typisch kreolische Gerichte.

Wir haben Hunger und folgen einer weiteren Empfehlung: Yo Mama's Bar & Grill. Hier sollen die Burger fantastisch sein. Haben wir ausprobiert. Stimmt!

Es ist schon später Nachmittag und wir haben für heute die „Haunted Pub Crawl“ gebucht. Treffpunkt ist der „Lafitte’s Blacksmith Shop & Bar“ in der Bourbon Street / Ecke Phillip Street. Dieses aus getrocknetem Lehm aus dem Mississippi River errichteten Gebäude ist das einizige, dass die katastrophalen Brände 1788 und 1794 überstanden hat und somit die älteste Bar in den USA.

Die wohl berühmtesten und berüchtigten Piraten – waren nicht die Gruppte um Cpt. Jack Sparrow, sondern die Brüder Jean und Pierre Lafitte. Beide lebten als „Geschäftsmänner“ in New Orleans, wo sie offiziell eine Schmiede betrieben, die zugleich als Umschlagplatz für Sklaven und Hehlerware diente. Die „Lafitte’s Blacksmith Shop & Bar“ soll die ehemaligen Schmiede der Brüder Jean und Pierre Lafitte sein.

Wir warten mit 10 weiteren Personen auf unseren Tourguide. Um es vorweg zu nehmen: Es war ein absoluter Reinfall. Der Tourguide „Matthew“ war langweilig, schlecht gelaunt und redete in gelangweilten und monotonen Tonfall vor sich hin. Für seine Gruppe interessierte es sich überhaupt nicht - wir stellten uns noch nicht einmal gegenseitig vor. Seine Geschichte waren langatmig und abgesehen davon könnte man sagen „Thema verfehlt“. Anstatt über Geister, Voodoo oder Piraten zu erzählen, hielt er uns Vorträge über das Kennedy Attentat und die Mafia in New Orelans.

Wir resignierten irgendwann hörten nicht mehr zu und trotteten, mit der Gruppe mit und ärgerten uns über verschwendete Zeit und Geld. Von einer Pub-Tour konnte nicht die Rede sein – ausser eben, dass wir in einer Bar starteten. Ein einziges Mal machten wir einen Stopp in einer Hotel-Lobby um dort unsere Getränke-Becher wieder auffüllen... Nach und nach, verschwanden die Tour Teilnehmer – das schien Matthew aber auch irgendwie nicht sonderlich zu interessieren. Nachdem ein weiteres junges amerikanisches Paar zu uns sagte: „Falls er uns vermisst: Sagt ihm wir sind gegangen“, haben wir uns kurz darauf auch aus dem Staub gemacht.

Interessant war, dass der Tourguide nicht bemerkt hat (...oder es nicht bemerken wollte), dass seine Gruppe inzwischen von 10 auf 4 Personen geschrupft war. Es war grauenhaft. Aus Frust haben wir im Cafe Del Monde noch ein paar Beignets verschlungen und sind dann am Mississippi Ufer entlang des sogenannten Moonwalks in unser B&B gelaufen. Hoffentlich wird die morgige Friedhof-Tour besser..

Am nächsten Morgen zunächst unsere übliche "Rundgang": Frühstück im B&B, zweites Frühstück im Cafe Du Monde, Canal Street, Bourbon Street. Pause in Molly's Bar. Anschließend fahren wir mit dem Historic Street Car entlang des Moowalks und steigen dann um in die Downtown-Line. Wieder zurück gehen wir zu unserem Treffpunkt zur "Cemetery Voodoo Tour" in der Royalstreet.

Unser Tourguide ist pünktlich .... und TOP! Nach der Schlappe am Vortag erst einmal Erleichterung. Zunächst gehen wir zur "Our Lady of Guadalupe Chapel" und besuchen die "Marian Grotto to Our Lady of Lourdes". Unser Guide erzählte uns eine nette Geschichte, dass hier vor einigen Tagen Mark Wahlberg die Kirche besuchte und am Eingang seinen Finger ins Weihwasser tauchte. Als dies bekannt wurde, wollten Fans von ihm ihre Finger ins gleiche Wasser tauchen... :-)

New Orleans Friedhöfen habe ich eine eigene Seite gewidmet. Deshalb gehe ich an dieser Stelle nicht weiter darauf ein. Wohl aber, dass unser Tourguide David noch einen weiteren Programmpunkt für uns hatte.

Wir verließen den St. Louis Cemeter No 1wieder und gingen noch ein paar Meter zum Louis Armstrong Park. Dort war die eigentliche Tour dann zu Ende. David lud uns ein mit ihm zusammen noch einen Voodoo Tempel incl. "echter" Voodoo Queen zu besuchen. Wir waren natürlich mit am Start, sowie ein junges Paar aus Australien. Die anderen aus der Gruppe verabschiedeten sich - es war ihnen zu heiß, weiter durch die Straßen zu kaufen. By the way - wir hatten heute um die 40°C - und kein Schatten weit- und breit.

Der Weg zum "Voodoo Spiritual Temple" von "Priestress Miriam" ist nur wenige Strassen entfernt. David meinte, er könne nicht garantieren, dass Miriam uns empfängt, er kenne sie jedoch gut und wenn sie da ist und Zeit hat, steht einem Besuch nichts im Wege.

Im Voodoo Spiritual Temple in der 828 N Rampart Street praktiziert Voodoo Queen Miriam Chamani in erster Linie spirituelle Heilrituale, die auf afroamerikanischem Voodoozauber beruhen. In ihrem Tempel wird weder weiße noch schwarze Magie betrieben, sondern nur "echte spirituelle Kraft für freundliche Menschen" eingesetzt.

Priestress Miriam ist echt der Knaller! Sie lachte, tanzte und sang für uns. Sie freute sich über ihre internationalen Gäste und fragte uns nach Beruf und Hobby. Als ich ihr erzählte, dass ich ne Harley fahre versprach sie nach Deutschland zu kommen und mit mir Motorrad zu fahren. Ich stelle mir das gerade bildlich vor .... vor allem mit den Klamotten, die sie an hat.

In Ihrem Altar-Raum standen unzähige Puppen, Statuen und Nippes aller Art. Überall haben Besucher persönliche Dinge abgelegt. Wir durften alles ansehen und fotografieren. Miriam ist wirklich eine aussergewöhnliche Frau die eine ungelaubliche Energie ausstrahlt.

Was für ein Erlebnis.....

Die Cemetery-Tour mit abschließender Voodoo-Temple-Besichtigung war toll - doch jetzt brauchen wir erstmal ne Pause für unsere Füße. Also schnell zu Molly's und ein kaltes Bier trinken. Heute am drtitten Tag in New Orleans macht das Laufen nicht mehr ganz so viel Spaß wie zu Anfang. Also beschließen wir den restlichen Tag mit dem "Historic Streetcar" zu fahrne. Die St. Charles Streetcars sind über 150 Jahre alt und fahren von der Canal Street bis zum Audubon Park. Die Hin- uns Rückfahrt dauert anderthalb Stunden und passiert alle wichtigen Sehenswürdigkeiten. Macht echt Spaß - zumindest so lange bis unsere "Zugführerin" mitten auf der Strecke im Garden Disctrict anhielt und in einem Hotel verschwand.

... und sie kam nicht wieder!! Einige Passanten stiegen bereits aus und wir wundereten uns einfach. Inzwischen stauten sich 2 weitere Streetcars hinter uns. Eine "Insiderin" die neben uns saß und ein Buch las meinte gang gelassen: "Die macht das ständig" - keine Ahnung was sie dort in dem Hotel tut - aber es kann noch dauern"..... BItte?! Uns wird das Warten dann auch zu doof. Wir steigen auch aus und fahren mit der nächsten Bahn wieder zurück ins French Quater.

Sachen gibts.....

Wir sind hungrig und wollen eine weitere New-Orleans-Spezialität ausprobieren. Ein Muffuletta Sandwich. Die Central Grocery an der 923 Decatur St ist nicht nur berühmt für ihr Muffuletta Sandwich, sondern es ist auch die Geburtsstätte dieser italienischen Köstlichkeit.

Und was ist Muffuletta? Eine Muffuletta besteht aus einem runden, mit Sesamkörnern bestreuten Weizenmehlbrot, das horizontal halbiert und typischerweise mit Scheiben von dünn geschnittener italienischer Salami, Coppa, Mortadella, Provolone und Olivensalat belegt wird. Zum Glück kann man auch Hälften und Viertel bestellen, denn diese Dinger sind echt riesig!!

Wir beenden den Tag, genau so, wir wir den nächsten - unsereren letzten in New Orleans - beginnen: Im Cafe Du Monde. Zeit New Orleans zu verlassen. Vorher fahren wir noch zu den Friedhöfen Saint Joseph und Lafayette und drehen ein paar Runden durch den Garden District. Bei unserem nächsten New Orleans Besuch nehmen wir uns für diese Ecke ein wenig mehr Zeit. Jetzt geht es in die Sümpfe von Lousianna. Wir überqueren den Mississippi mit der New Orleans Fähre und genießen die tolle Aussicht auf "The Big Easy". Tolle Stadt! Wir kommen wieder!

Noch ein paar Sätze zur Jazz-Musik, die hier in New Orleans ihren Ursprung hat. Diese einzigartige Musik, deren Verschmelzung verschiedenartiger Einflüsse, im Besonderen durch die Kreolen und Afroamerikaner.

Nach Gehör spielende, improvisierende „schwarze“ Musiker fanden sich erstmals in Street Bands und anderen Kapellen zusammen. Und dann gab es da ja noch den Mann, der auf der ganzen Welt als „Satchmo“ bekannt wurde,....

Louis Daniel Armstrong, am 4. August 1901 als Enkel von Sklaven geboren und unter extrem ärmlichen Verhältnissen in einem Viertel von New Orleans aufgewachsen, das wegen seiner Gefährlichkeit als „The Battlefield“ berüchtigt war, war nicht nur ein begnadeter musikalischer Afroamerikaner, sondern einer der innovativsten Jazz-Musiker der Geschichte. Seine Art Trompete zu spielen und sein Gesang mit der angenehm rauen Stimme gelten als stilistische Meilensteine vom Jazz und verschafften ihm enorme Publikumspopularität. Armstrongs Spitzname „Satchmo“ ist eine Verkürzung von satchel mouth - (zu deutsch etwa „Taschenmund“), eine Anspielung auf die Größe seines Mundes.

Der Jazz ist in New Orleans allgegenwärtig. In Kneipen, Cafes, auf der Straße ... überall wird zu jeder Tages (-und Nachtzeit) musiziert. For allem in in der Frenchman Street befinden sich die renommiertesten Life-Music-Clubs der Stadt: Snug Harbor, The Spotted Cat, d.b.a., Blue Nile Nightclub.... die Clubs liegen alle auf unserem „Heimweg“ – so haben wir dort immer noch den ein- oder anderen Blick hinein geworfen und ein bisschen Musik gehört....

Jetzt ein bisschen Wissenwertes:
Überall in der Stadt kann man bunte Ketten (beads) in den „offiziellen Mardi Gras Farben kaufen. Diese Farben wurden im Jahre 1872 vom King Of Carnival festgelegt und haben folgende Bedeutung: Lila = Gerechtigkeit, Grün = Glaube und Hoffnung, Gold = Macht. Diese Ketten hängen in New Orleans auch überall in den Bäumen .... meist überbleibsel von Paraden, bei denen sie in die Menge geworfen werden.

Oft werden die Begriffe Cajun und Creole verwechselt – hier der Unterschied:
„Cajun“ waren französisch Flüchtlinge, die von den Briten aus Kanada vertrieben wurden und sich in den Sümpfen Louisianas nieder ließen, wo ihre Nachfahren heute noch wohnen. Das Land rund um Lafayette heißt deswegen Cajun Country, das scharfe Essen Cajun Food.

Ein New Orleans Creole stammt von französischen Siedlern ab; wurde aber in der Kolonie und nicht in Europa geboren. Später konnte ein Creole auch ein „Mischling“ sein, sofern ein Elternteil französischen Ursprungs war.