Ausflug in die Bronx
     

Die Bronx Tour war für "New-York-Pass-Holder" kostenlos - wir wollten uns diese 3 Stündige Tour nicht entgehen lassen. Unser Tour-Guide "Lynn" war eine echte Entertainerin und machte aus der Busfahrt duch die Bronx eine kurzweilige und sehr informative Tour. Wir haben viele interessante Dinge über die Bronx erfahren.

Die Bronx ist nach Staten Island der zweitkleinste der fünf New Yorker Boroughs. Die Bronx wurde ab den 60er Jahren vor allem dafür bekannt, ein sozialer Brennpunkt mit hoher Kriminalitätsrate zu sein. Bandenkriminalität, Autodiebstahl, Drogen und Raubüberfälle waren tagsüber zumindest im der South Bronx Alltag. Wie das gesamte New York erfuhr auch die Bronx ab den 1990er Jahren einen erheblichen Rückgang der Kriminalität, so dass die Zustände der 70er und 80er Jahre inzwischen Vergangenheit sind. So ging die Anzahl der begangenen Verbrechen in der Bronx von 1990 bis 2007 um 73 Prozent zurück, die Zahl der Raubüberfälle pro Tag sank von 49 auf 13.

Wir haben erfahren, dass im Viertel "Mott-Heaven" in den hübschen "Brownstone" Häusern früher die Arbeiter der hier ansässigen Piano-Fabriken wohnten, dass die St. Anns Church von Gouverneur Morris Jr. erbaut wurde, dessen Ehefrau um ein paar Ecken mit der berühmten Pocahontas verwandt war - und wir erfuhren, dass Selbstmörder früher einfach in den St. Marys Park gehen mussten ... der Rest erledigte sich dann ganz von alleine... wie praktisch!

Die Stadtverwaltung siedelte damals während ihrer "Slum Clearings" in Manhattan mittellose Puertoricaner und Afroamerikaner zwangsweise in der Bronx an. Die Hausbesitzer ließen ihre Häuser verwahrlosen, die Mieter bezahlten keine Mieten mehr, die Gegend verkam. Irgendwann brannten die Häuser, angezündet teils von Eigentümern, die von ihren Versicherungen kassieren wollten, teils von den Mietern, die auf eine neue Sozialwohnung spekulierten.

Schuld daran war ein Gesetz, dass Brandopfern von der Versicherung der Umzug in ein neues Haus - meist in besserer Wohngegend - bezahlt werden musste. Wenn also die alte Hütte nicht mehr gut genug war, fackelte man diese einfach ab. Erst in den 90ern hörten die Brandstiftungen in der South Bronx allmählich auf (Wahrscheinlich waren bis dahin auch alle Häuser abgebrannt). Gewalt, Drogen und Chaos grassierten bis dahin in der Bronx. 

Das Yankee Stadium ist der einzige Stopp auf unseer Bronx Tour, an welchem wir unseren Bus verlassen. Perfekt - hier gibt es ein Hardrock Cafe ... ein T-Shirt muss her. Außerdem stürmen wir mir der gensamten Reisegruppe einen Yankee-Shop - hier bekommen wir sogar 10% Nachlass. Super!

Das Yankee Stadium ist das Baseballstadion der New York Yankees. Es liegt im Süden der Bronx in der Stadt New York. Es wurde am 3. April 2009 eröffnet und ersetzte das alte Yankee Stadium, das bis zum 13. Mai 2010 abgerissen wurde. Vor allem aber erfuhren wir viel von Babe Ruth, dem wohl bedeutensten Baseball Spieler.

George Herman „Babe“ Ruth Jr. (1895-1948) war ein deutschstämmiger US-amerikanischer Baseballspieler. Seine sportliche Karriere dauerte von 1914 bis 1935, und er schaffte es, eines der Nationalidole der USA zu werden. Sein 714-Home-Run-Rekord sollte 39 Jahre lang bestehen, bis er 1974 von Hank Aaron gebrochen wurde. Er war der erste Spieler, dem es gelang 60 Home Runs in einer Saison zu schlagen (1927). Dieser Rekord bestand 34 Jahre, bis er 1961 von Roger Maris übertroffen wurde. 

Nach unserem Yankee-Stadium Stopp geht es weiter über den Grand Concourse durch die Bronx. Der Grand Concourse ist ein bis zu 55 Meter breiter, von Bäumen gesäumten Boulevard, der den Champs-Élysées in Paris nachempfunden- und im Jahre 1909 eingeweiht wurde. Lange war diese Straße eine der besseren Adressen New Yorks, man nannte sie die "Park Avenue der Mittelklasse".

Hier am Grand Concourse gibt es (wie in Hollywood) einen "Walk Of Fame". Auf Straßenschildern werden hier Personen geehrt, die in der Bronx aufgewachsen sind. Unter anderem sind das Irene Cara (Sängerin "What a feeling" aus dem Film Flashdance), Daniel Libeskind (Architekt, des neuen World Trade Center oder des Jüdischne Museum in Berlin), Gary Marshall (Ressigeur von Pretty Woman), Paul "Ace" Frehley (Gitarrist bei KISS), Stanley Kubrick (Regisseur von Shining oder Full Metal Jacket).

Übrigens: Calvin Klein und Ralph Lauren sind beide in der Bronx aufgewachsen. Sie waren praktisch Nachbarn, kannten sich aber nicht. Erst später als sie dann in der Mode-Branche tätig waren...